Ein neues Projekt !

Nach dem wir den 80er Käfer unvorhergesehener Weise neu Aufbauen mussten, hatte ich gedacht ich hätte vom Schrauben und Teile besorgen endgültig die Nase voll.

Doch nachdem der Käfer verkauft war (er treibt jetzt in Köln sein Unwesen), bemerkte ich schon bald wieder so eine innere Unruhe. Zumal die Kriegskasse sich durch den Käfer Verkauf von ihrer chronischen Schwindsucht erholt hat.

Ich hatte schon die verschiedensten Amis gefahren und immer wenn so ein V8er an mir vorbei blubberte kamen schöne Erinnerungen auf. (Die Sache mit dem Benzin verdrängt man ja gern). Da ich gesundheitlich angeschlagen bin weiß ich nicht wie lange ich noch Auto fahren kann. Der erste Punkt auf der "wie rede ich mir Unsinn schön" Liste war also gefunden. Der zweite Grund war leicht, denn eine Corvette war schon immer mein Traum gewesen.

 

Die Suche beginnt

und dauert nicht lange. Das Problem, wenn ich mich für ein Auto entschieden habe will ich es haben, am besten sofort. Diese Methode sei nicht zur Nachahmung empfohlen, denn Schlau geht anders.

Bei der ersten Vette kamen wir mit dem Verkäufer Preislich nicht voreinander. Sie wäre aber der bessere Kauf gewesen. Ich mochte sie wahrscheinlich nicht weil ich sie zu erst gesehen und dann gehört habe. Ich finde bei einer Corvette muss das anders herum sein. Erst muss man das dunkle grummeln hören, dann muss man sie erst sehen.

 

Also ist es die zweite Corvette geworden. 200 km von Hildesheim entfernt. Mit Tüv (sollte man nicht überbewerten, habe ich beim Käfer schmerzlich gelernt), mit H-Kennzeichen, neuem Motor, neuen Reifen, neuen Vergaser, neuen Anlasser ! Also^bitte was sollte da noch passieren. Lediglich ein paar Kleinigkeiten seien noch defekt. Die Uhr, die Tankuhr, die Wassertemperatur Anzeige. Nichts was sich nicht Richten lässt.  Man wurde sich schnell Handels einig und los ging es rund 200 km nach Hause. Als erstes natürlich Tanken, den ohne Tankuhr kommt sonst Unruhe auf. Beim verlassen der Tanke merkte ich zum ersten mal das, das Getriebe durchrutschte.

Ansonst verlief die Fahrt Störungsfrei. Obwohl wir die gesamten 200 km bei stark Regen abspulten war es erfreulich Trocken im Innenraum, nur wenige Tröpfchen fanden Ihren Weg nach innen. Dickes plus. Die Scheibenwischer allerdings waren immer noch die von der Erstauslieferung in den USA, zumindest wischten sie so, oder besser gesagt sie verteilten das Wasser auf der Scheibe.Da ich eh kaum über 80 gefahren bin war das aber nicht so schlimm.

 

Einzug

Da steht das gute Stück nun

in der Garage angekommen

Da man sich nun alles in Ruhe anschauen konnte wurde die To-Do Liste natürlich länger. Wie auf der Heimreise festgestellt rutscht das Getriebe manchmal durch und schaltete auch nicht mehr richtig. Zuwendung benötigt auch das Lenkspiel. Die Heizung geht nicht aus. Übrigens sehr kuschelige Angelegenheit 200 km bei voller Heizung. Die Klimaanlage hat keine Funktion auch sämtliche Einstellungen von Heizung und Klima nicht. In den Türen fehlte dreiviertel der Teile die man hier eigentlich vorfindet. Wer braucht schon Zentralverriegelung etc. Das Reserverad fehlt gleich kpl. mit der Halterung Schloss etc. Die Liste wird länger und länger ich will hier gar nicht alles aufzählen. Bringen wir lieber eine Reihenfolge rein. Als erstes hätte ich gern gewusst wie warm es meinem neuen Motor so wird. Wassertemperatur Anzeige. Los geht´s. 

Das ganze gestaltete sich unspektakulär. Neuer Temperaturgeber rein und fertig. Was ich dann allerdings ablesen konnte am Instrument, war nicht so erfreulich, aber dazu später mehr.


 

Maßnahme zwei Heizung aus
 

weil auf sie schnelle nix zu finden war zu drastischen Mitteln gegriffen. Den "Hahn" der die Wasserzufuhr ins Cockpit elegant mittels Unterdruckventil regelt, durch einen echten "Hahn" ersetzt.

Damit kann das schwitzen erst mal beendet werden. Den waren Übeltäter haben wir aber auch schon ins Auge gefasst. Einen Unterdruck Schalter hinter dem Handschuhfach. Der sitzt da wirklich Klasse. Auf den Bild sieht man gleich wie super man da ran kommt. 



 

Unterdruckschalter Heizung

Bild links.

Der Bautenzug geht zum Warm/Kalt Schieber in der Mittelkonsole. Am Unterdruckschalter selbst fehlt so ein Gumminupsi, wes wegen er gar nicht betätigt wird. Vielleicht ist das schon der Fehler. Der kpl. Schalter ist aber nicht ganz billig.

Alter Wasser Schalter

Bild rechts.

Das alte Unterdruck gesteuerte Ventil,

das wir gegen ein manuelles getauscht

 haben. Vorübergehend wie ich hoffe.


Nun zum Getriebe

Auf der Nachhause Fahrt. Ist das Getriebe ja schon durch temporäres Durchrutschen negativ aufgefallen. Mittlerweile schaltet es auch nicht mehr so wie es sollte. Vom 1ten in den 2ten OK. Den 3ten muss ich von Hand schalten. Es sei denn man bemüht den Kickdown, dann schaltet es auch in den 3ten, man ist dann aber schon am roten Bereich der Drehzahl angekommen und das ganze hört sich nicht schön an. 

Sucht man im Internet kommt man schnell zum Modulator. Der sitzt außen am Getriebe. Na den schau ich mir mal an. Ab in die alte Hose und unters Auto geworfen. So sieht er aus.

Modulator

Ins Auge gefallen ist mir als erstes, das kleine Stück Schlauch zwischen dem Modulator und der Metalleitung die zum Motor führt. Da ich so einen Schlauchdurchmesser liegen habe, dachte ich mir, den wechseln wir einfach mal aus. So sieht der Bursche bei Licht betrachtet aus.

Schlauch Modulator

Von außen sah er noch recht gut aus, von Innen war er schön bröseliger. Aber sollte so ein kleiner Schlauch..........Probefahrt. Tatsächlich und doch kaum zu glauben. Die Vette schaltet wie ein junges Reh. Bis auf folgende Seltsamkeit. Nach einer kurzen Unterbrechung der Fahrt, z.B. zum Tanken. Rutscht das Getriebe wieder durch und Schaltet auch nicht richtig. Ich habe deshalb den Modulator auch noch gewechselt, zu mal er Preiswert zu haben ist. Leider blieb der erwartete Erfolg aus. Ich werde noch ein wenig mit der Getriebeöl Füllmenge experimentieren. Hier könnte auch noch was im argen liegen, zu mal sich der korrekte Füllstand am Messstab bei mir nicht richtig ablesen lässt.

Fortsetzung folgt 

Ende


 

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